Manuel Senfter und Philipp Wilhelm berichten:
Nach zwei tollen Trainingstagen und Akklimatisierung gingen wir voller Zuversicht in das erste Spiel bei diesem Turnier, wo der körperlich haushoch überlegene Gegner aus Celje (Slowenien) wartete. Nach verschlafener Anfangsphase (0:2) arbeiteten wir uns wieder heran und schafften nicht zuletzt dank zweier Schiedsrichter, die bei jedem noch so kleinen Foul der Slowenen auf Siebenmeter und Zwei-Minuten für uns entschieden, zur Pause noch das 6:6.
Angetrieben von einigen deutschen Fans, die auf unserer Seite waren, verbuchten wir auch im zweiten Spielabschnitt die ersten zwei Treffer und gingen sogar mit 8:6 in Führung. Nach fünf Minuten in der 2. Halbzeit bäumte sich Celje noch einmal auf und konnte wieder mit 12:14 davonziehen. Auf Grund einiger Eigenfehler konnten wir diesen Zwei-Tore Rückstand nicht mehr aufholen und verloren mit 15:17.
Zweites Spiel Gestärkt von einem tollen Mittagessen bei KFC, McDonalds und Pizza Hut ging es um 16:00 Uhr mit dem Spiel gegen die deutsche Mannschaft aus Freiberg weiter. Auch diese Mannschaft war uns körperlich klar überlegen und hatte im Gegensatz zu Celje (das nur 1 gegen 1 und Einläufe spielte) auch ein Konzept und einige Spielzüge. Mit diesen spielten sie unsere Abwehr schwindlig und kamen so immer wieder zu einfachen Toren. Wir hingegen kamen nie so richtig ins Spiel und konnten unsere Chancen auch nicht im Tor der Deutschen unterbringen. Daher verloren wir das Spiel 12:23. Damit stand nach dem ersten Wettkampf-Tag fest, dass wir, um noch eine Chance auf das Halbfinale zu haben, gegen Manama und Reykjavik gewinnen mussten.
Drittes Spiel Wie gewohnt waren uns am nächsten Morgen auch die Gastgeber Manama (Bahrain) körperlich deutlich überlegen. Am Beginn des Spiels war es ein offener Schlagabtausch, da unsere Abwehr gut stand und auf der anderen Seite die Schiedsrichter immer wieder gegen uns entschieden. Später jedoch arbeiteten wir in der Hintermannschaft nicht mehr als Team zusammen und jeder wollte nur noch alleine spielen und ärgerte sich über die anderen.
Daher konnten wir auch gegen Manama nicht mehr mithalten und lagen zur Pause schon mit 6:10 hinten. Nach der Pause und einer Predigt von Trainer Wolfram Lux bauten wir uns nochmal auf und kamen dank einer tollen Siebenmeter-Auswertung noch einmal zurück ins Spiel und waren sogar mit zwei Toren dran. Am Ende gingen uns leider die Kräfte aus und wir verloren mit 13:18 auch dieses Spiel.
Viertes Spiel Im letzten Gruppenspiel gegen Reykjavik (Island) ging es nun darum, nicht als letzter die Gruppe zu beenden und vielleicht doch noch um den 7. Rang zu spielen. Auch gegen die Isländer starteten wir hervorragend und dank unglaublicher Paraden von Daniel Lanser, der seinen besten Tag erwischte, stand es zur Pause wie schon gegen Celje 6:6. In der Pause motivierten wir uns nochmal und machten gingen im zweiten Durchgang gleich mit zwei Toren in Führung. Dann allerdings schlichen sich wieder einige unnötige Fehler ein und die Isländer gewannen zum Schluss glücklich mit 11:13. Das bedeutete, dass es für uns am darauffolgenden Tag gegen Gelting (GER) um den 9. Rang ging, da die Iraker in der anderen Gruppe Letzte wurden und somit fix auf dem 11. Rang blieben.
Versöhnlicher Abschluss Da wir am Vorabend noch unsere Leichtathleten bis 23:30 anfeuerten und schon um 05:30 aufstehen mussten, kamen wir verschlafen in die Halle. Im Aufwärmen ging es nun darum, die Müdigkeit abzulegen und die Außenseiter aus Deutschland doch relativ klar nach Hause zu schicken. Was im Aufwärmen noch gut aussah, sah dann im Spiel doch anders aus und so konnten uns zu Beginn des Spiels auch die Deutschen überrennen und es stand zur Pause nur 7:9. Nach der Pause waren dann aber alle Spieler voll da und drehten voll auf. In Folge dessen stand es nach 25 Minuten nun 15:12. Trotz einiger Fehler konnten wir den Vorsprung noch ausbauen und gewannen am Ende doch klar 18:13.
Trainer Wolfram Lux war trotz des 9. Ranges sehr zufrieden und sprach von den bisher besten Spielen der Mannschaft und lobte sie für die große Kämpferqualität.
Die Spiele im Überblick:
HIT medalp Tirol – Celje (SLO) 15:17 (6:6) Torschützen HIT: Ladstätter (5), Endstrasser (5), Senfter (2), Gassner (2), Sabath (1)
HIT medalp Tirol – Freiberg (GER) 12:23 (3:9) Torschützen HIT: Endstrasser (6), Ladstätter (4), Senfter (1), Reitmeir (1)
HIT medalp Tirol – Manama (BHR) 13:18 (6:10) Torschützen HIT: Ladstätter (5), Endstrasser (4), Gassner (1), Reitmeir (1), Sabath (1), Wilhelm (1)
HIT medalp Tirol – Reykjavik (ISL) 11:13 (6:6) Torschützen HIT: Endstrasser (4), Ladstätter (3), Senfter (2), Reitmeir (1), Sabath (1)
HIT medalp Tirol – Gelting (GER) 18:13 (7:9) Torschützen HIT: Endstrasser (6), Ladstätter (6), Gassner (3), Reitmeir (1), Senfter (1), Bergant (1)
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